Schwerpunkt Krisengebiete

Dreharbeiten in Krisengebieten sind ein Schwerpunkt der Fernsehproduktion Leipzig. Wir waren in Transnistrien, Abchasien, Georgien, Nordossetien, Palästina, Syrien,  insbesondere aber im Irak und in Afghanistan aktiv. Für ARD/MDR haben wir zwei Dokumentationen über den Irak produziert. “Die Kinder von Bagdad” (2002) wurde von den Sendern der ARD, aber in der ersten Kriegsnacht auch von RTL ausgestrahlt. Er wurde zum Kultfilm der Friedensbewegung. Die VHS-Fassung wurde vor dem letzten Irak-Krieg bundesweit in Universitäten, Kirchenräumen und Gewerkschaftshäusern gezeigt. 2003 wurde der Film bei der Berlinale im Rahmen einer Sondervorführung aufgeführt. Der Nachfolgefilm “Bagdad im Schatten des Krieges” bot kurz vor dem Einmarsch der USA einen letzten ungeschminkten Einblick in das Land zwischen Euphrat und Tigris. Die Dreharbeiten waren gefährlich, aber es hat sich gelohnt; der Film wurde von ARD, SRG und Privatsendern 27 mal wiederholt, unser Kameramann trat bei Jauch, Kerner und in anderen Talkshows auf. Zuletzt drehten wir 2009 für den WDR im Norden Iraks.

Afghanistan bereisen Teams der Fernsehproduktion Leipzig seit 2006 regelmäßig. Insbesondere beschäftigten sich die Redakteure mit der Drogensucht in Afghanistan. Mit Unterstützung der Deutschen Welthungerhilfe, der GTZ und des DED drehten wir den Opium-Anbau in der Provinz Nangarhar sowie in Badakhshan.

Mitarbeiterin Astrid Sauermann schilderte Ihre Eindrücke von Afghanistan 2007/08 in den Münsteraner Studierendenzeitungen kommpost und Semesterspiegel.

Im Herbst 2011 konnten wir (offenbar als erstes “westliches” Kamerateam) in den Unruheprovinzen Syriens drehen. Wir berichteten für den NDR und für N24.